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Deutschland einig Merkelland

und einen neuen Wulff-Karnevalswagen. Das entnehme ich dem Liveticker von Spiegel online. Und das wars auch schon.

Das las ich eben unter einem Foto*, das die Mitglieder unserer Regierung zeigt. Sie stehen da wie brave Abiturienten, "zutiefst beschämt, dass nach den ungeheuren Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes rechtsextremistische Ideologie in unserem Land eine blutige Spur unvorstellbarer Mordtaten hervorbringt". Nun sind sie einmal wieder bereit, "mit aller Kraft den geistigen Sumpf, der diesen Untaten zugrunde liegt, auszutrocknen". Und wo liegt dieser Sumpf? Immer auf der Seite, von der sich unsere Politiker ganz besonders bedroht fühlen. Früher war es die 'linke', heute ist es die 'rechte'. Tatsächlich aber waten wir alle in diesem Sumpf, und er wird immer tiefer. Es ist unsere Welt. Sie produziert massenhaft Menschen, die über Leichen gehen. Je nachdem, wo diese Menschen geboren werden und aufwachsen, werden sie das auf die eine oder andere Weise tun, im Namen irgendeiner oder auch keiner politischen Ideologie oder Religion. Und je nachdem, wofür sich ein solcher Mensch entscheidet, wird er als Namenloser in die Statistik eingehen, als Serientäter in die Kriminalgeschichte oder gar als Bestie bzw. Märtyrer in die Geschichte seines Landes, seines Kontinents, vielleicht sogar in die Weltgeschichte.

Das Killertrio aus dem Osten ist nun Bestandteil unserer Geschichte, und mit ihm wurde seinen Opfern die zweifelhafte Ehre zuteil, im Bundestag betrauert zu werden, Jahre nach ihrem Tod. Sie galten als Opfer zweiter oder dritter Klasse; nun werden sie vom türkischen Außenminister als Märtyrer betrachtet: als wäre es ein süßerer Tod gewesen, nicht von ganz gewöhnlichen türkischen oder deutschen Kriminellen gekillt zu werden, sondern von Neonazis. Und unsere Politiker erwecken ebenfalls den Anschein, als wären nicht die alltägliche Gewalt und deren Ursachen das eigentliche Problem, sondern nur die offen als politisch und/oder rassistisch deklarierten Taten. Doch kein einziger Mord geschieht, ohne daß nicht irgendeine Ideologie dahinterstünde. Eine sog. biodeutsche Mutter, die ihren Säugling aus dem Fenster wirft, ist genausowenig ein unbeschriebenes Blatt wie ein in Deutschland aufgewachsener muslimischer Jugendlicher, der einen sog. biodeutschen Hurensohn mit seinem Messer oder ein paar Fußtritten in den Tod befördert. Das Menschenbild, das hinter solchen Taten steckt, ist im Prinzip das gleiche, das auch hinter politisch motivierten Taten bis hin zu Kriegen steckt und in immer mehr Köpfen herumspukt: Was mich stört, ist nichts wert und muß vernichtet werden.

Doch wer beklagt dieses Menschenbild? Wer betrauert all die Opfer? Wer ist zutiefst beschämt über unser Land und eine sog. zivilisierte Welt, in der das Mobben und das Töten zum täglichen Geschäft gehört und sich Milliarden daran ergötzen, wenigstens via TV und/oder Computer täglich mehrere blutige Gewalttaten erleben oder verüben zu können? Hat je ein demokratisch gewähltes Parlament eine seiner allerersten Pflichten darin gesehen, das ganze Ausmaß unserer Misere zu erkennen? Hat es je eine weltweite Medienkampagne gegen die Fetischisierung von Sex & Crime und das Geschäft damit gegeben? Nicht daß ich wüßte. Wenn der Papst immer wieder vor der Kultur des Todes warnt, wird das nur selten nicht registriert: obwohl doch Schlagworte von dieser Wucht sonst gern von allen Medien aufgegriffen werden. Doch dieses scheint gar zu heftig zu sein. Also schiebt man es beiseite. Es kommt ja nur aus dem Vatikan. Und was von dorther kommt, kann ja nicht stimmen, denken all die aufgeklärten Hedonisten, die sich gar nichts dabei denken, wenn sich die Abgeordneten im Deutschen Bundestag einmütig erheben, je nach der Mode mal gegen die 'linke', mal gegen die 'rechte' Gewalt, nicht aber gegen die Gewalt von oben, aus den Betonpalästen dieser Welt, wo nur noch eines zählt: das Geld.

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* Inzwischen sind Foto und Artikel bei Spiegel online verschwunden. Stattdessen heißt es nun: 15 Minuten Einigkeit - dann alle gegen Schröder.Gemeint ist Kristina mitsamt ihrer sog. Extremismusklausel. Was die CDU damit bezweckt, ist klar. Aber, Hand aufs Herz! - : gibt es wirklich, so wie Steinmeier heute behauptet haben soll, keine linksextremen Schlägertrupps in diesem Land"? Erst kürzlich raunte ein Schlägertyp aus dieser Ecke, ein zappeliger Gymnasiast mit iPod in der Hand, einem meiner jungen Freunde am Rande einer Occupy-Demo verschwörerisch ins Ohr: "Ey du sachma, ich hab gehört, hier kann man Antisemiten klatschen." Mein Freund belehrte ihn darüber, daß diese Demo eine linke sei, und zwar eine gewaltfreie. Der Junge, der mir vorher auch schon aufgefallen war, weil er so seltsam ungeduldig wirkte und hektisch telefonierte, zog sichtlich frustriert von dannen. Hätte ich gewußt, was ihn so deprimierte, hätt' ich ihm geraten: Geh doch nach drüben!

will mir nicht so in den Kopf, wie wir sie offenbar glauben sollen. Ich sehe mir diese Partybilder an und denke: solche Typen haben jede Menge braunen Matsch im Kopf und sind gewiß zu Mord & Totschlag fähig, aber nicht diszipliniert genug, jahrelang durch unser Land zu reisen, mit höchster Präzision ein Opfer nach dem anderen auszuspionieren und zu killen und nach dem letzten Mord fünf Jahre lang unerkannt im Untergrund zu leben, als verschworenes Trio. Denn Haß auf Ausländer allein genügt nicht, um 1 verkrachten Abiturienten, 1 Hilfsarbeiter sowie 1 Bravoleserin über lange Zeit hinweg derart zusammenzuschweißen, daß keiner von ihnen die Nerven verliert. Auch ein Netzwerk ähnlicher Typen hätte dies wohl kaum garantieren können. Schon aus psychologischen Gründen muß es also etwas gegeben haben, das stärker war als alles, was das Trio und dessen Unterstützer aus der Szene hätte auffliegen lassen können.

Auch kann ich partout nicht glauben, daß das Motiv des Trios nichts anderes gewesen sein soll als brauner Matsch im Kopf. Weshalb ist es durch das ganze Land gereist, um ausgerechnet die Besitzer kleiner türkischer Läden zu killen? Nach welchem Kriterium hat es diese Läden ausgewählt? Und wie war es möglich, daß es den Mördern gelang, unfehlbar stets die Besitzer zu töten? Woher wußten die Neonazis so genau, wer der jeweilige Ladeninhaber war und wann anzutreffen sein würde? Ich bin seit 30 Jahren Kunde in diversen solcher Läden. Und doch wüßte ich nicht zu sagen, welcher der Männer, die dort Döner oder Elektrokram verkaufen, jeweils der Besitzer ist. Um das herauszufinden, ohne Argwohn zu erregen, bräuchte jeder Kunde, der nicht bekannt ist in der türkischen Community und kein Wort Türkisch spricht, eine Menge Zeit: noch dazu wenn er so neonazimäßig aussieht wie die Typen aus der Killerbande. Woher also hatten sie alle Informationen, die sie brauchten, um einen Ladenbesitzer nach dem anderen gezielt abknallen zu können? Von Gesinnungsgenossen aus der lokalen Szene, noch dazu von solchen, denen sie bedingungslos hätten vertrauen können?

Wer das glaubt, der mag es glauben. Auch der allerdümmste Neonazi wird niemals so dumm sein, jede Menge Risiken einzugehen und noch dazu diverse Banken zu überfallen, nur um jahrelang immer wieder mal den Besitzer eines kleinen Türkenladens umbringen zu können. Auch dem allerdümmsten Neonazi wäre dieser Aufwand zu hoch. Und ein Trio aus drei Neonazis, noch dazu ein Freundestrio, das dem ungeheuren Druck standhielte und nicht mit der Zeit darüber in Streit geriete, ob dieser Aufwand sich lohne, kann zumindest ich mir nicht im entferntesten vorstellen, genausowenig wie den perfekten Zusammenhalt nach Abschluß der Mordserie. Dieser Grad an Konspiration, also an eiskalt rationalem Verhalten, ist keiner Gruppe zuzutrauen, die nichts anderes antreibt als 'nur' Haß auf Türken. Und weshalb eigentlich zählen, von dem Griechen abgesehen, nur Türken zu den Opfern? Auch das ist mir völlig schleierhaft: machen doch gewöhnliche Neonazis keine Unterschiede zwischen Türken, Kurden oder Arabern. Einzig und allein rassistische Mordlust, kann nicht das Motiv gewesen sein. Denn eine solche Mordlust ist irrational und pathologisch und paßt nicht zu dem offenbar sehr rationalen Vorgehen der bis jetzt bekannten Täter. Es müssen sehr spezielle Gründe für die Wahl der Opfer vorgelegen haben, auch für die vielen Banküberfalle. Deshalb hege ich den Verdacht, daß das Neonazi-Trio nichts war als ein Tatwerkzeug: und demgemäß erpreßbar für seine Hintermänner, die es offensichtlich nur auf Türken abgesehen hatten, und zwar höchstwahrscheinlich auf ganz bestimmte Ladenbesitzer.

Zu fragen wäre also, wer diese bis jetzt unerkannten Hintermänner waren und wie weit ihr Einfluß reichte und womöglich noch immer reicht. Nur bis in den Verfassungsschutz hinein? Bis in das LKA? Oder sogar bis weit darüber hinaus? Denn wir sollen ja nun offensichtlich glauben, es handele sich 'nur' um den Terror einer weitverzweigten Neonazi-Bande und keinesfalls um eine Serie von Verbrechen, die zwar von Rassisten verübt, aber vielleicht von Leuten gesteuert worden sein könnte, deren Motive ganz andere waren, z.B. wirtschaftskriminelle und politische, die ganz anderen Interessen gedient haben könnten als 'nur' neonazistischen. Wäre ich am Netzwerk beteiligt, vielleicht als Mitglied einer deutschtürkischen Mafiabande, und wären ein paar Leute zu beseitigen, die weshalb auch immer zuviel wissen, dann würde ich sagen: Laßt uns ein paar geeignete (also bereits einschlägig bekannte) Neonazis kaufen und sie die Drecksarbeit machen. Wenn die Sache auffliegt, sind sie tot. Wir liefern noch ein paar Beweise, und alle Politiker und Journalisten werden ganz schockiert sein und nur noch über Deutschland und seine alten und neuen Nazis reden.

Dazu ist es nun gekommen; und wer daran zweifelt, daß nicht mehr dahintersteckt, der könnte gar leicht in den Verdacht geraten, mit den Neonazis zu sympathisieren und ihnen ablenken zu wollen. Doch selbst in Teilen der in der türkischen Community wurde es - anders als so mancher Medienbericht es in diesen Tagen suggeriert - bisher durchaus für wahrscheinlich gehalten, daß türkische Nationalisten hinter den Morden stecken. Und es ist auch kein Geheimnis, daß diese Nationalisten, z.B. die Grauen Wölfe, längst in der deutschen Politik angekommen sind, also dort, wo Korruption inzwischen an der Tagesordnung ist. Wenn's auf dieser Ebene um Geld geht, ist es nicht mehr wichtig, welche Typen dafür sorgen, daß man es sich in die Taschen stopfen kann, seien es nun schwarz, rot, gelb, grün oder braun gefärbte Deutsche, graue Türken oder andere. Wenn's um Geld geht, schweigt das Gewissen, und ideologische Reinheitsgebote sind einen feuchten Kehricht wert.

Angesichts all dessen, was jetzt allmählich ans Tageslicht kommt, erscheint es mir höchst unglaubhaft, daß die sog. Pannen derer, die für die Ermittlungen verantwortlich waren, nur zustandekamen, weil einzelne Mitarbeiter ganz offensichtlich mit den Neonazis verbandelt waren. Es muß eine Menge Geld geflossen sein. Und wer eine Menge Geld zahlt, der tut das ganz gewiß nicht nur, damit ein in den Neonazi-Untergrund abgetauchtes dubioses Freundestrio diverse Banken ausraubt, scheinbar völlig wahllos unbescholtenen türkischen Ladenbesitzern das Hirn aus dem Schädel bläst und all jenen, die davon gewußt haben, mittels Bestechung ein so gutes Leben zu ermöglichen, daß sie allesamt beharrlich schweigen.

Wie es wirklich war, das werden wir gewiß nie lückenlos erfahren. Und wir werden wohl auch nie erfahren, weshalb unsere Medien sich so sehr beeilt haben, die Geschichte so zu erzählen, wie sie bis jetzt erzählt worden ist: als eine, die ausschließlich von deutschen Tätern und von deutschen Mitwissern handelt. Wenn der Faschismus nämlich mehr ist als nur eine Meinung oder eine Ideologie, also ein Verbrechen, dann kennt er - so wie andere Verbrechen - keine Grenzen, weder in Europa noch in der gesamten Welt.

Ein toller Typ, denkt der normale Bürger, wenn ihm ein solcher Mann oder eine solche Frau begegnet, zumal auf einem Wahlplakat. Ich hingegen bin kein normaler Bürger. "Die sehen aus wie geklont", habe ich schon vor Jahren über all die jungen und smarten Typen gesagt, die in die Führungspositionen unserer Gesellschaft drängten. Ich wittere Betrug, sobald ich einen dieser Typen sehe: vor allem seit ich über Jahre hinweg die Gelegenheit hatte, mehrere Exemplare dieser Spezies sehr genau kennenzulernen, junge Männer und junge Frauen. Sie alle stammten aus mehr oder minder wohlhabenden, jedoch offensichtlich oder hinter der Fassade zerrütteten Familien: einem sozialen Umfeld also, das massenhaft defizitäre Charaktere produziert, es intelligenten und begabten Menschen jedoch ermöglicht, frühzeitig zu lernen, nach allen Seiten hin offen zu sein, sich je nach Bedarf perfekt zu stylen und je nach Bedarf Kontakte aller Art zu knüpfen und wieder zu lösen, ohne moralische Skrupel und nach dem Motto: Ich habe ein verdammtes Recht darauf, mir jetzt mit allen Mitteln zu holen, was ich als Kind nicht bekommen habe.

Ob es daran liegt, daß nicht nur Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (* 1971) Jura studiert und in Jura promoviert hat, sondern auch Dr. Veronica Sass (* 1977), Tochter von Dr. Edmund Stoiber) und der baden-württembergische CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Pröfrock (* 1977)? Und ob es wohl daran liegt, daß die Dissertationen der genannten drei Personen allesamt die gleichen Mängel aufweisen, wenn auch (noch) unterschiedlich viele Seiten mit vergessenen Gänsefüßchen und vergessenen Fußnoten? In Guttenbergs Dissertation enthalten nach dem Stand vom 3. April inzwischen nur noch 94,4 % der Seiten des Textteils ein Plagiat oder mehrere Plagiate; bei Sass enthalten nach dem Stand vom 4. April 33,81 % der Seiten des Textteils unausgewiesene Zitate; bei Pröfrock wurden innerhalb weniger Tage bereits auf 25,68 % der Seiten des Textteils solche Zitate entdeckt. Aber:
Ich habe meine Dissertation nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Fehler bei der Zitierung wurden in keinem Fall bewusst oder vorsätzlich herbeigeführt. Diese kann ich mit nur durch mangelnde Sorgfalt oder übereiltes Handeln erklären,
erklärt der leidgepröfte Mann auf seiner offiziellen Homepage; als ginge es um irgendeine kleine Schlamperei eines 15jährigen Praktikanten. Mir schwant, daß immer mehr Funktionsträger beiderlei Geschlechts tatsächlich nicht sehr viel reifer sind als pubertierende Jungs oder Mädels. Doch auf Reife kommt es in ihrem Fall ja auch nicht wirklich an. Sie müssen halt passabel aussehen und all das darstellen können, was man von ihnen verlangt. Zeit für eigene Gedanken und authentische Gefühle bleibt da nicht.

There's no people like show people
They smile when they are low
Even with a turkey that you know will fold
You may be stranded out in the cold
Still you wouldn't trade it for a sack o' gold
Let's go on with the show
Let's go on with the show!
The show!
The show!

*


[Nachtrag, 20:13] Inzwischen hat es bei VroniPlag ein Update gegeben. Nach dem heutigen Stand wurden auf 41,19 % der Textseiten unausgewiesene Zitate gefunden. Und wie ich soeben hier gelesen habe, wird morgen in diversen Zeitungen zu lesen sein, nun sei auch die mit der Untersuchung des Falls Guttenberg betraute Bayreuther Universitätskommission zu dem Ergebnis gekommen, daß eine absichtliche Täuschung vorliege. Der erwähnte Bericht der SZ ist bereits online, und zwar hier.

[Nachtrag, 09.04.2011, 16:13] Heute ist bei VroniPlag ein neuer Zwischenbericht zu der Dissertation von Dr. Pröfrock erschienen. Diesem Bericht zufolge enthalten 41,89 % der Seiten im Textteil Plagiate. Und hier noch ein Schmankerl aus der Stuttgarter Zeitung vom letzten Mittwoch:
Der Major der Reserve Pröfrock ist nach dem Rücktritt des Bundesverteidigungsministers in der "Waiblinger Kreiszeitung" zitiert worden, dass dieser Rücktritt seiner Ansicht nach "folgerichtig und konsequent" gewesen sei.
Wat nuu?

als ein paar Schummeleien beim Schreiben einer Diss, sagen seit zwei Wochen die Fans des feschen Ex-Verteidigungsministers. Deshalb betreiben sie nun fleißig Merchandising und lassen T-Shirts und Becher bedrucken:

K.T.G.
ER KANN ES
www.ich-liebe-mein-land.de

Sogar String-Tangas mit dieser Aufschrift gibt es zu kaufen, für unvergessliche Momente -

Dennis für alle:
Das zeigt doch einfach das der Kerl mit verstand und Intelligenz arbeitet. Warum muss ich für den Dr Titel alles selbst neu schreiben wenn ich s doch verstanden habe und weiß was die wollen und es Internet gibt. Ei guuudebeg du bist Top hatte ich auch so gemacht ;) Es gibt Adler und es gibt Hühner .
Gans genau! Du hast es voll verstanden! Weiter so Dennis! Starke Männer und Persönlichkeiten wie ihn benötigen wir, sonst ist der Kongo demnächst weiter wie wir.

PS. Viele Grüsse an Kevin.

Wer das auch will, kann hier abstimmen. Mit den Füßen abstimmen kann man am kommenden Sonnabend um 13 Uhr auf jedem deutschen Marktplatz. Wer nicht pro Gutti demonstrieren kann, melde sich bei Facebook an, plagiiere z.B. diesen Text (Quelle: hier) und stelle ihn dort ein:
kann an der demo nicht teilnehmen...wer malt stellv. ein plakat ... farben- schwarz-rot-gold...einen phönix aus der asche steigend...text- blüh im glanze-unser gutti...für diese demo in hamburg???
In Bremen wollen die Fans auch für den King of Populism demonstrieren. Hoffentlich wird das Wetter schön. Falls nicht, werde ich darüber nachdenken, was ein Kevin geschrieben hat, stellvertretend für die Generation Guttenberg:
Letztlich ist das ganze ein Generationenproblem.
Hässliche alte Weibchen (wie Frau Roth), alte Säcke (wie Herr Trittin) und fette alte Säcke (wie Herr Gabriel) wehren sich verzweifelt gegen den Nachwuchs.

Diesmal leider noch mit Erfolg.
Noch ...

ist in diesen Tagen nicht zum erstenmal positiv als ein CDU-Mann aufgefallen, der noch selbst zu denken wagt. Der offensichtlich von ihm selbst geschriebene Lebenslauf auf seiner Homepage endet mit diesen Worten:
Aktiv musizieren kann ich nur noch selten, dafür lese ich viel, vor allem im Urlaub. Und gelegentlich schreibe ich über das, was ich gelesen oder gesehen habe.

Was ich gehört habe, behalte ich dagegen meist für mich.
Dieser Bundestagspräsident, so läßt einer seiner Kollegen via Welt verlauten, "verdanke seiner Karriere der Partei, fühle sich aber nur noch dem Parlament verpflichtet -" (Gilt das in der CDU als Makel? Qu.) - "und seiner Eitelkeit".

"Soviel Scheinheiligkeit und Verlogenheit war selten in Deutschland", sagte Merkel am Dienstag bei einem Wahlkampfauftritt in Karlsruhe.

Der Opposition gehe es nicht um den Erhalt der wissenschaftlichen Werte, sondern vor allem um die Schwächung der Union.
Letzteres ist sicherlich nicht falsch. Aber dies hier? - :
"Wir müssen uns von niemandem erklären lassen, was Anstand und Ehre in unserer Gesellschaft sind."
Quelle: SWR

Heute, exakt um 11:11, erfuhr ich ES aus dem Radio. Und nun höre ich SEINE Erklärung und sehe IHN und bewundere SEINE Selbstbeherrschung und höre den Donner SEINER Stimme im Blitzlichtgewitter und denke immer wieder: Wer hat diesen Mann gecoacht? Das alles hat er nicht nur im Hause derer von und zu Guttenberg gelernt.

Nun debattieren die Journalisten von der Unaufrichtigkeit seiner Erklärung, und sie haben recht. Karl-Theodor spricht noch immer nur von seiner so fehlerhaften Doktorarbeit, entschuldigt sich noch immer nur für seine Fehler und Versäumnisse, stellt sich selbst trotz seiner Demutsgesten als strahlendes Vorbild dar, weil er die Soldaten mit Würde zu Grabe getragen und ein bestelltes Haus hinterlassen habe, und als Opfer der Medien und einer Öffentlichkeit, die er in die Mehrheit seiner Unterstützer und die Minderheit seiner Gegner spaltet. Und während ER so redet, denke ich wieder und wieder: Hat er das von Tom Cruise gelernt?

Und ich freue mich nicht, sondern ich bin unzufrieden: ändert sich doch nichts mit diesem Rücktritt. Es ist nur ein Symptom verschwunden, ein bunt schillernder Pickel auf der glatten grauen Haut der Bundespolitik. Dies allerdings zum erstenmal in der Geschichte unseres Landes unter dem Druck der Internet-Community. Das wird ungeahnte Konsequenzen haben, über die ich jetzt nicht spekulieren will.

Dies schrieb ich, dann klingelte das Telefon. Wie ich mich jetzt fühlte? Nicht gut, sagte ich. Und das sage ich jetzt noch immer, drei Stunden nach Karl-Theodors Rücktritt.

[Nachtrag, 15:15] Vor wenigen Minuten haben die GuttenPlag-Aktivisten einen 2. Zwischenbericht veröffentlicht. Zitat:
# Bisher wurden auf 324 der 407 Seiten der Dissertation (ohne Inhalts- und Literaturverzeichnis) plagiierte Stellen gefunden. Dies entspricht Plagiaten auf 82% aller Seiten.
# Daraus ergaben sich 891 Plagiatsfragmente aus über 120 verschiedenen Quellen, die inzwischen alle auf Plausibilität geprüft wurden.
Wohlgemerkt: ein Zwischenbericht.

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