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Da sitzt sie vor der Kamera, eine dieser selbstbewußten jungen Frauen, die sich nehmen, was sie brauchen, wenn ihren die Möse juckt; eine Frau mit Migrationshintergrund, im Flitter und mit Troddeln an den Brüsten, und sie zerrt herum an diesem Troddeln, weil sie das jetzt wohl braucht, und wenn sie nicht mit ihren Troddeln spielt, dann läßt sie den behandschuhten linken Zeigefinger über den rechten gleiten oder umgekehrt, weil sie das jetzt wohl braucht, aber braucht sie das jetzt wirklich? denke ich, und warum diese langen Handschuhe, was hat sie zu verbergen, hat sie vielleicht an sich herumgeschnippelt, bevor sie ihre Pornos rappte, diese Frau, die sich selbst Bitch nennt, weil die Männer, wie sie eingangs sagte, die Frauen Bitch nennen, und jetzt will sie's denen mal geben, sie will den Vagina Style, die vaginale Selbstbestimmung, aber sie will auch die verbale, und deshalb fällt sie anderen ins Wort, immer wieder, und wirkt dabei seltsam unentspannt, aber ich hab n migrantisches Wissen, ich hab n Jugendwissen, ich bin Türkin, ich hab n akademischen Hintergrund ... ICH ICH ICH als Künstlerin, als Rapperin, durch einen Mann in bequemen weiten Cordhosen fühlt sie sich provoziert, sagt sie, denn sie will Männerärsche sehen, doch vor allem, denke ich, will SIE gesehen und gehört werden, diese Karrieristin, die an ihren Tittentroddeln hängt wie ein Junkie an der Nadel, Aufklärung! mein Album kommt im Frühjahr! die Aufklärung!* ruft sie in die Runde, diese Lady Bitch Ray, die sich für eine Künstlerin hält, weil sie Ficken, Möse, Arsch und Titten in die Kamera rotzt, diese Reyhan Şahin, Lehrbeauftragte für Kleidungssemiotik an der Universität Bremen, wo die einzig wahre Provokation darin bestünde, gründeten Studenten mit afrikanischem Migrationshintergrund endlich eine Rappercombo namens NEGERKUSS.

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* "Pflege Deinen Körper mit dem Feinsten, was du besorgen kannst: Rosenöl, Erdbeer-Peeling, Sandelholz-Extrakte……mmmhhhhh….. Wenn Du Geld verdienst, sei Dir nicht zu geizig für Kosmetika, Klamotten und Highheels, das ist ne clevere Anlage. Dein Körper ist Dein Kapital, Baby! Was kostet die Welt!"
Sonnenfleisch meinte am 5. Dez, 13:44:
Ich habe sie vor einiger Zeit im Spiegel TV gesehen; Du beschreibst ihre krasse, äußerst aggressive Art sehr treffend. Na ja, die Frau geht ihren Weg ... ob sie allerdings damit auf Dauer glücklich wird, wage ich einfach mal zu bezweifeln. - Was ihre Musik betrifft: der perfekte Soundtrack zum Gossenkrieg der Geschlechter ... Sollte Lady Rays Masche Schule machen, dann gute Nacht.

Es bleibt einem aber die etwas morbide Hoffnung, dass die sich stetig verkürzende Halbwertszeit medialen Ruhms dafür sorgen wird, dass auch diese "Künstlerin" bald vergessen ist - spätestens dann, wenn man die nächste Sau (pardon!) durch's Dorf treibt. 
quirinus antwortete am 5. Dez, 18:55:
Und diese Sau wird eine noch kapitalere sein. 
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