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Wie über so vieles, so habe ich auch über den Bremer Taliban noch nichts geschrieben: weil's mir im Tollhaus Terra gar zu oft die Sprache verschlägt; am heftigsten dann, wenn herauskommt, daß wieder etwas ist, wie ich es stets befürchtet habe, nämlich so:
Murnat Kurnaz berichtet in einem Interview mit dem stern erstmals über seine Entführung und den anschließenden vierjährigen Aufenthalt in US-Gefängnissen in Afghanistan und Guantánamo. Demnach wurde er nach seiner Verschleppung nach Afghanistan in einem geheimen US-Gefängnis anscheinend auch von deutschen Elitesoldaten misshandelt.

"Ich war noch keine zwei Wochen dort, da wurde ich abends hinter zwei Lastwagen geführt. Es hieß, zwei deutsche Soldaten wollten mich sehen. Sie trugen Camouflage-Uniformen, das Tarnmuster war aus kleinen Punkten zusammengesetzt, wie vom Computer gemacht, und sie trugen die deutsche Flagge am Ärmel. Ich musste mich hinlegen, die Hände auf dem Rücken gefesselt. Der eine zog mich an den Haaren hoch. 'Weißt Du, wer wir sind?' Der wollte angeben. 'Wir sind die deutsche Kraft.' Er hat jedenfalls meinen Kopf auf den Boden geschlagen, und die Amerikaner fanden das lustig", sagt Kunaz in dem Interview.
Und das glaub ich ihm aufs Wort. Ich seh ihn vor mir, den enthemmten Pöbel, dessen Fratzen sich wie in einem gut gemachten Kriegsfilm ganz allmählich mit den eiskalten Visagen der Chief Executive Officers vermischen.

[Nachtrag] Kaum hab ich dies geschrieben, schon lese ich dies. Folgt diesem Link, aber folgt keinem Führer.
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