lebe noch. Mehr habe ich augenblicklich nicht zu sagen. Wes das Herz voll ist und das Konto leer, des geht der Mund nicht über.
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habe ich an dieser Stelle ja schon öfter gelästert. Und nun haben unsere Experten herausgefunden, daß es sich bei den Kranken meist tatsächlich um eingebildet (und manchmal vielleicht sogar eingebildete) Kranke handelt. Es gebe kein Verfahren, um Amalgamschäden eindeutig festzustellen bzw. zwischen gesunden und subjektiv amalgamgeschädigten Menschen zu unterscheiden.
Ja, vielleicht gibt es kein wissenschaftliches Verfahren; doch es gibt ja zum Glück noch immer den intakten Menschenverstand. Meiner hat mich seit jeher deutlich zwischen gesunden und nur subjektiv geschädigten Menschen unterscheiden lassen. Gesunde Menschen nämlich haben anderes im Sinn, als sich pausenlos um ihre Gesundheit zu sorgen, und sehen daher anders aus als all die Amalgamquerulanten, die nun als Spinner entlarvt sind, jedoch leider nur, was das Amalgam betrifft. Inzwischen haben sie ja längst eine andere Passion: den Feinstaub inkl. Passivrauch.
Und da sich von diesen Mythen besser leben läßt als vom Mythos Amalgam, von Pilzen im Körper und von Strahlen in der Wohnung, wird es wohl länger als 20 Jahre dauern, bis die Wahrheit, die schon längst bekannt ist, allgemein als solche akzeptiert wird: daß es nämlich kein Verfahren gibt, um Schädigungen durch Passivrauch eindeutig festzustellen; jedenfalls kein wissenschaftliches. Doch es gibt ja zum Glück noch immer den intakten Menschenverstand. Und meiner hat mir seit jeher gesagt, daß Vereinsmeier wie dieser hier einen an der Waffel haben.
Ja, vielleicht gibt es kein wissenschaftliches Verfahren; doch es gibt ja zum Glück noch immer den intakten Menschenverstand. Meiner hat mich seit jeher deutlich zwischen gesunden und nur subjektiv geschädigten Menschen unterscheiden lassen. Gesunde Menschen nämlich haben anderes im Sinn, als sich pausenlos um ihre Gesundheit zu sorgen, und sehen daher anders aus als all die Amalgamquerulanten, die nun als Spinner entlarvt sind, jedoch leider nur, was das Amalgam betrifft. Inzwischen haben sie ja längst eine andere Passion: den Feinstaub inkl. Passivrauch.
Und da sich von diesen Mythen besser leben läßt als vom Mythos Amalgam, von Pilzen im Körper und von Strahlen in der Wohnung, wird es wohl länger als 20 Jahre dauern, bis die Wahrheit, die schon längst bekannt ist, allgemein als solche akzeptiert wird: daß es nämlich kein Verfahren gibt, um Schädigungen durch Passivrauch eindeutig festzustellen; jedenfalls kein wissenschaftliches. Doch es gibt ja zum Glück noch immer den intakten Menschenverstand. Und meiner hat mir seit jeher gesagt, daß Vereinsmeier wie dieser hier einen an der Waffel haben.
quirinus - am Sonntag, 6. April 2008, 02:57 - Rubrik: Rauchfrei in den Orwell-Staat
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Als der Beat noch Beat war und noch nicht sehr viel mehr, erschien in England eine Single, die ich besser fand als alles, was ich je von den Beatles gehört hatte. Das Lied klang irgendwie nach Beat, war aber nicht so lustig. Es war eine seltsame Musik, und sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf: dieses klirrende Gitarrenintro, dieses Schlagzeug, diese nudelige Orgel, diese heiser röhrende Stimme. Was hatte all das mit den Pilzköpfen zu tun, über die jetzt alle sprachen? Und was hatte das mit dem Lied Blowing In The Wind zu tun, das jetzt gelegentlich im Radio lief? Dieses Lied, so erfuhr ich bald von irgendeinem Moderator, stamme von einem jungen amerikanischen Sänger, der zwar nicht singen, aber dafür tolle Lieder schreiben könne, die von anderen gesungen würden. Und erst sehr viel später erfuhr ich, daß The House Of The Rising Sun von den Animals tatsächlich gar kein Beatstück war, sondern ein Folksong, und den hatte Bob Dylan auf seiner ersten LP gesungen. Während dieser Folksong um die Welt zu gehen begann, saßen die Beatles mit Bob Dylan zusammen und rauchten Marihuana; und ein paar Monate später erschien die erste Beatlesplatte, die mich wirklich umhaute, gleich in der ersten Sekunde, weil sie anders klang als alles, was ich bisher von ihnen kannte und was sie, wie ich später wußte, je gemacht hatten. Es war I Feel Fine. Das war im November 1964, und den ganzen Winter lang sang ich dieses Lied mit dem schrägen Intro und dem tollen Schlagzeugsound. Wieder ein halbes Jahr später, im Juni 1965, erschien Mr. Tambourine Man von den Byrds, und im November 1965, endlich! bekam ich den Plattenspieler meiner Eltern in mein Zimmer und kaufte mir meine erste Beatplatte, die all das vereinte, was ich liebte: schöne Melodien, klirrende Gitarren, pingende Becken und Texte, die so gut waren, daß ich sie noch nicht verstehen konnte, aber bereits ahnte, daß es nicht nur um Boys und Girls und Liebe ging. Was mit den Animals begonnen hatte, ging jetzt so richtig los, mit der Debüt-Single der Byrds, die meine erste Beatplatte war; und inzwischen hatt' ich auch erfahren, daß Bob Dylan, von dem das Lied stammte, nicht den Folk verraten hatte und mit einer Beatband spielte, sondern sogar ein Lied gemacht hatte, von dem ich glaubte, er bekenne sich darin zu den Rolling Stones. Nun hatte sich der Kreis geschlossen. Ich war, zunächst ohne es zu wissen, durch Bob Dylan zum Beatfan geworden, und das genau zu jener Zeit, als der Beat erwachsen wurde und alle Welt vom Folk-Beat sprach, jedenfalls die Welt, zu der ich mich hingezogen fühlte. Nicht die Beatles und die Stones allein waren das A&O. Sie beeinflußten einander gegenseitig, und hoch oben über allem, eight miles high, schwebte der Erlöser, ohne den der Merseybeat und der R&B für immer mehr oder minder simple Tanzmusik geblieben wären, sauber hin, schmutzig her. Erst mit Pop Dylan hatte das begonnen, was wirklich wichtig war. Wer Ohren hatte, wußte das; und wer hören lernen will, der kann all das nachvollziehen, indem er sich in jene Zeit hineinversetzt, da der Pop sophisticated wurde. Es waren die Jahre 1965 bis 1967, die besten dieser Musik. Und ohne Dylan und das Rauchen und das Kiffen hätte es sie nie gegeben.
quirinus - am Freitag, 4. April 2008, 09:01 - Rubrik: Musik und Artverwandtes